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Ratgeber · Stand 09.10.2026

Krypto-Auszahlung: Dauer, Wallet und was die Bank fragt

Antwort auf eine Frage, mit den Angaben je Anbieter.

Methodik ▸

Eine Krypto-Auszahlung ist bei allen fünf Casinos im Vergleich möglich, jedes nennt eine eigene Liste von Coins. Eine Dauer für den Krypto-Weg gibt allerdings nur HellSpin an: 0-24 Stunden. Krypto ist damit einer von mehreren Rückwegen neben Bank, Karte und E-Wallet; wie sich diese Wege für Spieler aus Österreich unterscheiden, zeigt der Überblick über die Auszahlungsmethoden mit Dauer, Mindestbetrag und Gebühren je Anbieter.

Die eigentliche Hürde liegt oft nicht im Casino, sondern danach. Wer Bitcoin oder Tether auf eine Börse schickt und in Euro tauscht, landet mit dem Geld auf dem Konto einer österreichischen Bank, und die kann nach der Herkunft der Mittel fragen. Dazu kommt die Steuerfrage zu Kursgewinnen zwischen Auszahlung und Verkauf. Die Abschnitte unten folgen dem Weg des Geldes: Coins, Dauer, Limits, Verifizierung, Bank und zuletzt die Steuer laut BMF.

Verena HollererRedakteurin · Auszahlungsdaten · Stand 09.10.2026 · Autorenseite

I

Krypto-Auszahlung je Casino: welche Coins (SSOT)

Die Coin-Listen der fünf Anbieter unterscheiden sich deutlich, vor allem bei den kleineren Währungen. Gelistet sind:

  • HellSpin: Bitcoin, Bitcoin Cash, Dogecoin, Litecoin, Ethereum, Tether, Ripple, Monero, Cardano, Binance, Dai und Zcash.
  • Verde Casino: Bitcoin, Litecoin, Ethereum und Tether laut der Seite „About us“. Die KYC-Richtlinie desselben Casinos schließt dagegen Zahlungen aus anonymen Instrumenten aus und nennt dabei Krypto.
  • Nomini: Bitcoin, Litecoin, Ripple, Ethereum, Bitcoin Cash, Tether, USD Coin und Dai.
  • Izzi Casino: Bitcoin, Bitcoin Cash, Litecoin, Binance, Ripple, Ethereum und Tether laut AskGamblers als Auszahlungswege. Laut Casino.Guru sind als Kontowährung nur Bitcoin, Ethereum und Tether verfügbar.
  • Starda Casino: Bitcoin, Bitcoin Cash, Litecoin, Ethereum, Tether, TRON, Ripple und Dogecoin.

Bitcoin, Litecoin, Ethereum und Tether stehen bei allen fünf Casinos auf der Liste. Ripple fehlt nur bei Verde, Bitcoin Cash ebenfalls nur bei Verde. Monero, Cardano und Zcash führt allein HellSpin, TRON allein Starda, USD Coin allein Nomini. Vor der ersten Einzahlung lohnt der Blick, ob der eigene Coin auch für die Auszahlung gelistet ist.

Wer statt Krypto nach einem bekannten E-Wallet-Namen sucht, findet auf der Seite zur Auszahlung mit PayPal die Antwort, warum dieser Weg bei keinem der fünf Casinos in der Zahlungsliste steht.

II

Wie lange eine Krypto-Auszahlung dauert

Die Wartezeit setzt sich aus zwei Teilen zusammen: der Bearbeitung durch das Casino (Status „pending“) und der Übertragung auf die Wallet. Konkrete Werte für den Krypto-Weg gibt es nur bei HellSpin. Dort dauert die Bearbeitung 0-72 Stunden, danach geht es laut AskGamblers bei E-Wallet und Krypto in unter 24 Stunden weiter; für Krypto nennt die Tabelle 0-24 Stunden.

Für Verde, Nomini, Izzi und Starda gibt es zur Krypto-Dauer keine Angabe. Was diese Anbieter für E-Wallets angeben, lässt sich nicht einfach auf Coins übertragen: Verde nennt laut AskGamblers 0–24 Stunden, Nomini 24–72 Stunden, Izzi und Starda jeweils 0–5 Tage.

Praktisch heißt das: Vor dem Absenden die Wallet-Adresse und das gewählte Netzwerk im Kassenbereich mit der eigenen Wallet abgleichen und die Transaktions-ID nach der Auszahlung notieren. Bleibt eine Auszahlung länger im Status „ausstehend“ als angekündigt oder wird sie storniert, steht auf der Seite zu Probleme mit der Auszahlung gesammelt, was die Bedingungen der Anbieter zu hängenden Anträgen und gesperrten Konten sagen.

III

Limits und Mindestbetrag bei Krypto

Einen eigenen Mindestbetrag je Coin oder Netzwerk nennt keiner der fünf Anbieter; dafür gibt es keine Angabe. Was vorliegt, ist die allgemeine Mindestauszahlung: HellSpin, Nomini, Izzi und Starda nennen 10 €, HellSpin verlangt per Banküberweisung 500 €. Für Verde gibt es keine Angabe zum Mindestbetrag.

Eine eigene Krypto-Grenze nennt Starda: Dort gelten 4.000 € (Status MID/HIGH), im Status TOP 10.000 €, im Status PRO 15.000 €, und für Krypto bis 50.000 $ pro Tag. Die übrigen Werte gelten allgemein:

  • HellSpin: 4.000 € pro Tag.
  • Nomini: 500 € (VIP-Level 1–2), 800 € (Level 3), 1.000 € (Level 4), 1.500 € (Level 5).
  • Izzi Casino: laut AskGamblers und Casino.Guru 4.000 € pro Tag (Status New/Regular), laut LCB 250 € pro Tag ab der ersten Einzahlung (Loyalty-Einstiegsstufe).
  • Verde Casino: keine Angabe.

Bei HellSpin nennen die Quellen Unterschiedliches: laut AskGamblers fallen Auszahlungsgebühren an (Höhe keine Angabe), laut LCB sind Krypto-Auszahlungen gebührenfrei. Bei Starda kostet eine Auszahlung ohne Umsatz der Einzahlung 10 % des Betrags.

IV

Verifizierung und Krypto: was die AGB verlangen

Eine Krypto-Wallet ersetzt die Prüfung des Kontos nicht. Alle fünf Anbieter verlangen vor oder bei der Auszahlung Dokumente, und mehrere davon wollen ausdrücklich sehen, woher die Einzahlung kam.

  • HellSpin: Ausweis, Reisepass oder Führerschein, Adressnachweis, Einzahlungsnachweis, Selfie mit Ausweis, Video- und Telefon-Verifizierung, ggf. weitere Verfahren. Geprüft wird in der Regel bei der ersten Auszahlung.
  • Verde Casino: Ausweis, Foto der Zahlungskarte, Selfie mit Dokument; ggf. Adressnachweis, Kontoauszug oder Arbeitgeberbrief, handschriftliche Notiz und Video-Call. Die Prüfung greift spätestens ab 1.000 USD/EUR.
  • Nomini: beglaubigter Personalausweis, Wohnsitznachweis, Eigentumsnachweis und Transaktionshistorien der Zahlungsmethoden, ggf. Telefon- oder Gesichtsverifizierung. Jede Auszahlung wird mit einer Kontoverifizierung geprüft.
  • Izzi Casino: amtliches Dokument, Adressnachweis, Nachweis über die Inhaberschaft der Zahlungsmethode, Einzahlungsnachweis und Video-Verifizierung, Pflicht vor der ersten Auszahlung.
  • Starda Casino: Ausweis, Adressnachweis, Nachweis der Zahlungsmethode, Einzahlungsnachweis, Selfie mit Ausweis und Video-Verifizierung; laut LCB vorbehalten ab einer Auszahlung von 1.250 $ oder kumulierten Einzahlungen von 2.000 $.

Bei Karte oder Bankkonto steht der Name auf dem Auszug. Bei Krypto ist das anders: Wie ein Einzahlungsnachweis oder die Inhaberschaft einer Wallet konkret belegt wird, dazu gibt es in den Bedingungen der fünf Anbieter keine Angabe. Naheliegend sind der Transaktionsverlauf der Börse mit dem eigenen Namen und die Transaktions-IDs der Einzahlungen.

V

Vom Wallet aufs Konto: wenn die Bank nachfragt

Ein Spieler aus Österreich schreibt von einem „Mittelherkunftsnachweis wegen Krypto- Casino gewinnen“ bei einem fünfstelligen Betrag und fragt: „Reicht es wenn ich Nachweise des Casinos über die Gewinne und Auszahlungen ... vorlege?“. Ein anderer berichtet, die Erste Bank wolle die „Mittelherkuft wegen ca. 25k casino auszahlungen“ geklärt haben, gesammelt über vier Monate.

Die Grundlage dafür liegt im Finanzmarkt-Geldwäschegesetz. Nach § 6 Abs. 1 Z 1 FM-GwG stellen Kreditinstitute die Identität des Kunden fest und überprüfen sie anhand von Dokumenten oder unabhängigen Daten. Nach § 6 Abs. 1 Z 4 FM-GwG holen sie Informationen über die Herkunft der eingesetzten Mittel ein und überprüfen sie; dazu können Beruf, Einkommen oder die allgemeinen Vermögensverhältnisse gehören. § 6 Abs. 1 Z 6 FM-GwG sieht zudem eine kontinuierliche Überwachung der Geschäftsbeziehung vor, erforderlichenfalls einschließlich der Herkunft der Mittel. Eine feste Betragsschwelle, ab der die Bank fragt, gibt es in den ausgewerteten Normen nicht; dazu gibt es keine Angabe.

Das Problem bei Krypto beschreibt ein Spieler so: Die Börse zeigt die Eingänge, „nur halt nicht mit dem Bezug, dass es von Casino xy stammt.“ Die Kette muss man also selbst schließen: Auszahlungsübersicht aus dem Casino-Konto, Transaktions-IDs der Wallet, Verlauf der Börse bis zum Tausch in Euro und die Überweisung aufs Bankkonto. Welche Unterlagen Banken typischerweise anfordern und wie man sie ordnet, beschreibt die Seite Bank fragt nach der Herkunft Schritt für Schritt.

Wie streng Banken dabei sind, ist unterschiedlich. Ein Forennutzer meint: „Raiffeisen und Volksbank sind zb extrem lästig bei Crypto.“ Ein anderer schreibt, die Banken „sperren einen ja schon bei normalen Kryptotrades und kündigen lieber die Geschäftsbeziehung“. Das sind Stimmen, keine Regel. Dass Belege zählen, zeigt auch ein älterer Rechtssatz des VwGH (90/13/0075): Nicht nachgewiesene Spielgewinne wurden dort im Abgabenverfahren nicht als Erklärung für Haushalt und Vermögen anerkannt.

Dazu kommt eine zweite Ebene. Nach § 52 Abs. 1 GSpG wird ein Kreditinstitut bestraft, das Zahlungen eines Spielers wissentlich an Anbieter verbotener Ausspielungen weiterleitet; die Glücksspiele selbst sind nach § 3 GSpG dem Bund vorbehalten. Eine Sperre von Zahlungen an solche Anbieter ist laut Regierungsvorlage 594 d.B. erst geplant. Was davon heute gilt und was erst als Entwurf vorliegt, ordnet die Seite zur Rechtslage in Österreich mit Monopol, Lizenzen und dem geplanten Payment-Blocking.

VI

Kursgewinne und Steuer laut BMF

Laut BMF gilt für laufende Einkünfte und Kursgewinne aus Kryptowährungen seit 1. März 2022 der besondere Steuersatz von 27,5 Prozent als Einkünfte aus Kapitalvermögen. Das betrifft erstmals Kryptowährungen, die nach dem 28. Februar 2021 angeschafft wurden; bis 28. Februar 2021 angeschaffte Coins gelten als Altbestand. Der Tausch einer Kryptowährung gegen eine andere ist laut BMF kein Veräußerungsvorgang und wird nicht besteuert.

Für Spieler stellt sich die Frage nach dem Zeitraum zwischen Auszahlung und Tausch in Euro. Ein Spieler aus Österreich fasst es so zusammen: „Casino gewinne sind nicht zu versteuern? Nur potenziell eine Wertsteiergung zwischen gewinn und verkauf“. Ein anderer war „der festen Überzeugung, dass die 27,5 % KESt hier nicht greift“, und ist inzwischen unsicher. Eine dritte Stimme fragt: „Soweit ich weiss sind gewinne aus glücksspiel steuerfrei? Gilt das bei krypto casinos auch?“. Für Coins, die aus einer Casino-Auszahlung stammen, gibt es in der BMF-Information keine eigene Angabe.

Fest steht nach GSpG: Die Glücksspielabgabe trägt der Anbieter, nicht der Spieler. Wie Gewinne aus dem Spiel selbst einzuordnen sind und welche Einkunftsarten das Einkommensteuergesetz überhaupt kennt, behandelt die Seite Casino-Gewinne und Steuer in Österreich getrennt von der Frage der Kursgewinne.

Kurze Antworten

Häufige Fragen zur Krypto-Auszahlung

Welche Coins kann ich im Online-Casino auszahlen?

Bitcoin, Litecoin, Ethereum und Tether sind bei allen fünf Casinos im Vergleich gelistet: HellSpin, Verde, Nomini, Izzi und Starda. HellSpin führt die längste Liste, darunter Monero, Cardano und Zcash; TRON gibt es nur bei Starda, USD Coin nur bei Nomini.

Wie lange dauert eine Bitcoin-Auszahlung im Casino?

Nur HellSpin nennt einen Wert: 0-24 Stunden für Krypto, nach einer Bearbeitung von 0-72 Stunden. Für Verde, Nomini, Izzi und Starda gibt es zur Krypto-Dauer keine Angabe.

Gibt es einen Mindestbetrag für die Krypto-Auszahlung?

Einen eigenen Krypto-Mindestbetrag je Coin nennt keiner der Anbieter. Die allgemeine Mindestauszahlung liegt bei HellSpin, Nomini, Izzi und Starda bei 10 €, für Verde gibt es keine Angabe.

Wie viel kann ich pro Tag in Krypto auszahlen?

Einen eigenen Krypto-Tageslimit nennt nur Starda: bis 50.000 $ pro Tag. Bei den anderen Anbietern gelten die allgemeinen Tageslimits, bei Verde gibt es keine Angabe.

Reicht es, der Bank die Nachweise des Casinos über Gewinne und Auszahlungen vorzulegen?

Eine feste Regel dazu gibt es nicht. Nach § 6 Abs. 1 Z 4 FM-GwG holt die Bank Informationen über die Herkunft der Mittel ein und überprüft sie. Bei Krypto fehlt in der Börse meist der Bezug zum Casino, deshalb hilft die vollständige Kette aus Auszahlungsübersicht, Transaktions-IDs und Börsenverlauf.

Muss ich Kursgewinne aus einer Krypto-Auszahlung versteuern?

Laut BMF gilt für Kursgewinne aus Kryptowährungen, die nach dem 28. Februar 2021 angeschafft wurden, seit 1. März 2022 der besondere Steuersatz von 27,5 Prozent. Der Tausch Krypto gegen Krypto ist laut BMF kein Veräußerungsvorgang. Eine eigene Angabe zu Coins aus Casino-Auszahlungen enthält die BMF-Information nicht.

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